THE SOUND OF FEMINISM

Sowohl subkulturelle als auch (musik-)industrielle Gefilde bleiben von der
patriarchalisch geprägten Kultur, in der wir leben, nicht unberührt. So ist
der Status Quo sowohl unter Musikschaffenden und -rezipierenden, im
Umfeld der Musikindustrie als auch wissenschaftlichen Betrachtungen von
Musikkulturen zum großen Teil die männliche Perspektive. Mit der
Veranstaltungsreihe „Sound of Feminism“ wollen wir feministische und
queere Perspektiven auf all diese Bereiche öffnen und uns mit
verschiedenen Blickwinkeln und Sprechorten auseinandersetzen. Dabei
werden verschiedene Genres sowie Problemlagen erörtert und diskutiert.
Um uns dem Thema nicht nur theoretisch zu nähern, werden feministische
Perspektiven durch Praxis in Form von Workshops beispielsweise zu Radio
und Tontechnik gestärkt. Wir wollen mit diesem Angebot FLTI* Personen
die Möglichkeit geben, im Musikbereich verschiedene Dinge in einem
geschützten Rahmen auszuprobieren und sich selbst zu empowern.
„Sound of Feminism“ ist eine Veranstaltungsreihe des Autonomen
Feministischen Kollektivs, beginnt im Januar 2019 und findet mit jeweils
ein bis zwei Veranstaltungen pro Monat statt.

Riot statt Rosen 2019

Gemeinsam mit dem Kollektiv Kritik und Subversion wurde erneut die Veranstaltungsreihe Riot statt Rosen organisiert. Mehr Infos hier.

[Heute die zunächst letzte Veranstaltung im UJZ Kornstraße „Der Frauenstreik geht weiter – Care-Kämpfe in Polen“]

Zu Beginn des Jahres 2019 blicken wir weiterhin auf patriarchale
Strukturen. Noch immer versuchen bürgerliche und reaktionäre Kräfte uns
etwas über Gendermainstreaming und traditionelle Rollenverteilungen
weiß zu machen. Und obwohl uns immer wieder erzählt wird, es würde sich
etwas ändern, so müssen wir doch einsehen: Die ergriffenen Maßnahmen
sollen uns wohl eher ruhig- als zufrieden stellen.
Das Vorhaben der Stadt Hannover, endlich eine halbwegs gendergerechte
Sprache einzuführen, ist nicht konsequent genug. Betrachten wir die
aktuelle Lage in Hannover, in der die gendergerechte Sprache seit Anfang
dieses Jahres eingeführt wurde, so wird deutlich, wie weit entfernt wir noch
von einer wirklichen Gleichberechtigung der Geschlechter sind. Es
formierte sich, neben dem Streit unter den etablierten Parteien, auch eine
heftige Diskussion der Bürger*innen. Hierbei wird deutlich, dass es zu
keiner ausreichenden Sensibilisierung für die Unterdrückung von Personen
außerhalb des binären Geschlechtersystems kam. Dabei sollte diese
Debatte, vielmehr als jede Imagekampagne, in den Vordergrund gestellt
werden.
Auch der angebliche Kompromiss zum §219a, der im Grunde einen
Rückschritt für betroffene Frauen* bedeutet, ist eine ernüchternde
Entwicklung in unserem stetigen Kampf für die Selbstbestimmung über
den eigenen Körper. Das Informationsverbot für Ärzt*innen bleibt
bestehen, weswegen viele nicht mehr explizit darauf hinweisen wollen.
Darüber Informierende wurden in nicht wenigen Fällen von
Lebensschützer*innen bedroht, belästigt und sogar angezeigt. Für Frauen*
mit dem Wunsch nach einem Schwangerschaftsabbruch bleibt es also
weiterhin schwierig auf seriöse Weise jemanden zu finden der diesen auch
vornimmt. Die Selbstbestimmung über den eigenen Körper ist weiterhin
nicht möglich. Außerdem wird die Stigmatisierung für alle Beteiligten
weiter aufrechterhalten.
Zusätzlich bleibt die Care- und Reproduktionsarbeit der Hauptbestandteil
im Alltag von Frauen*. Frauen* erledigen 75 – 90% der Hausarbeiten wie
Waschen, Bügeln, Kochen und Saubermachen. Im Kontext des
kapitalistischen Wertesystems wird diese Arbeit weder bezahlt, noch in
ihrem vollen Umfang anerkannt. Frauen* haben sich somit einer doppelten
Belastung auszusetzen, wenn sie sich in der klassischen Lohnarbeit
integrieren wollen.
Die aktuellen Zustände bekräftigen uns in unserem feministischen Kampf
gegen die herrschenden Verhältnisse. Dabei sind wir nicht alleine. Weltweit
kämpfen Frauen* gegen unterschiedliche Formen der Unterdrückung und
wir wollen uns solidarisch zeigen.
In diesem Jahr versuchen wir deshalb unseren Blick zu erweitern und im
Sinne eines internationalen Frauen*tages den auf feministische Kämpfe
überall auf der Welt zu schauen.
Erinnern wir uns an die feministischen Unibesetzungen in Chile im Mai
2018 und die tausenden Frauen*, die in gesamt Lateinamerika auf die
Straßen gehen. An die 5,3 Millionen Frauen*, die in Spanien im
vergangenen Jahr ihre Arbeit niederlegten. An die kurdischen Frauen*, die
für ihre Freiheit und eine neue Gesellschaft kämpfen. Und alle weiteren,
die tagtäglich Widerstand leisten!
Wir wollen uns Ihnen anschließen und nicht weiter hinnehmen was man
uns anbietet und wie man mit uns umgeht.
Der internationale Frauen*tag bleibt für uns also weiterhin ein Kampftag
und kein Feiertag! Wir begnügen uns nicht mit Blumen, nicht mit kleinen
Errungenschaften auf dem Weg zur Gleichstellung. Feministisch kämpfen
bedeutet für uns, sexistische Herrschaftsverhältnisse anzugreifen. Wir
fordern: Riot statt Rosen!

Riot statt Rosen

Am 8. März ist Frauen*kampftag. Der Tag, an dem Gewerkschaften Rosen an Frauen* verteilen. Gekämpft wird allerhöchstens um Gleichberechtigung, gemessen an Einkommensverteilung und Karrierechancen. Ansonsten klopfen sich die bürgerlichen Parteien gegenseitig auf die Schulter – «wir» haben ja schon einiges erreicht. „Wir“ respektieren Frauen*. Sexisten sind immer die „Anderen“.

Feministisch kämpfen bedeutet für uns, sexistische und rassistsiche Herrschaftsverhältnisse anzugreifen. Wir fordern:

Riot statt Rosen

Mit verschiedenen Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen widmen wir uns einer feministischen Perspektive auf Migration und Flucht und eröffnen eine linksradikale Perspektive auf den Frauen*kampftag. Unsere Kritik, unsere Wut und unsere Utopien werden wir am 6. März in Berlin auf die Straße tragen.

Total retro? Voll von gestern!

Hannöversche Winter sind kalt und grau, irgendwie usselig. Dagegen helfen heiße Waffeln, ein Becher Glühwein, ein Kaminfeuer und lange Strümpfe. All das bietet ein Fachrat* der Uni Hannover auf seiner alljährlichen Weihnachtsfeier an. Er wirbt dafür mit einem Pinup Girl.

Nicht besonders originell, wie wir finden. Sexistische Darstellungen oder Verhaltensweisen aus der Vergangenheit werden in der Werbung häufig als Stilmittel eingesetzt. Das soll dann ironisch sein, mit einem Augenzwinkern. Schließlich können Frauen* heutzutage Bundeskanzlerin werden. Danke, emanzipiert sind wir selber, wie Kristina Schröder es formuliert hat.

Dieser Fachrat weiß, dass sein Plakat sexistisch ist und setzt darauf, dass alle anderen wissen, dass es ironischer Sexismus sein soll. Ein Kennste, kennste, kennste? in Mario Barth Manier. Das Problem ist aber, dass Sexismus Sexismus bleibt. Egal wie ironisch und mit wie viel Augenzwinkern er gemeint ist, auch Retro-Seximus macht Frauen* zu Objekten. Ein ironisch-witziger Umgang mit Sexismus normalisiert und legitimiert diesen.

Sexistische Kackscheiße.

*Der Name des Fachrates wurde auf Nachfragen desselben entfernt, nachdem das Plakat verändert wurde.

Awareness-Leitfaden für Partys

Finally…

nach einer etwas längeren Erarbeitungszeit haben wir es schließlich geschafft und es ist vollbracht,
der Awareness-Leitfaden für Partys ist fertig!

Also ihr interessierten Menschen, hier ist das .pdf: Awareness Leitfaden

Anzumerken ist auch noch, dass sich der Leitfaden hauptsächlich an universitäre Gruppen wendet, die vorhaben ein Party zu schmeißen (also Fachschaften und andere hochschulpolitische Gruppierungen). Aus diesem Kontext herraus ist auch die Idee erwachsen, soetwas zu erarbeiten. Dies soll natürlich nicht bedeuten, dass wir ihn als exklusiv dafür betrachten:)

erleichtert und in Partystimmung, euer AfK

Laura Meritt „Frauenkörper neu gesehen“ am 18.6. in der Warenannahme

EINLASS / BEGINN: 18:30 Uhr / 19:00 Uhr
EINTRITT: 5,- Euro / ermäßigt: 3,- Euro
ORT: Warenannahme

Körperbilder verändern sich im Laufe der Zeit, sind kulturell geprägt und gesellschaftlich normiert. In den 1970er-Jahren wiesen die Frauengesundheitszentren darauf hin, wie stark Frauen auch in der rein anatomischen Beschreibung als mangelhafte Wesen dargestellt wurden. In dem Buch “Frauenkörper neu gesehen” geht es darum, individuelles Körper-Selbstbewusstsein zu stärken und Wissen über Zusammenhänge zu vermitteln. Erstmals wurde eine komplette und positive Darstellung des weiblichen Körpers erstellt.

Doch diese Informationen sind nur teilweise ins Allgemeinwissen und ins medizinische Fachwissen eingegangen. Wie konnte es dazu kommen und welche feministischen Aktivitäten können greifen, um ein differenzierteres Bild von “Weiblichkeit” zu vermitteln? Wie kann man der Geschlechtervielfalt gerecht werden? Was kann der sich medial ausbreitenden Schönheitschirurgie entgegengesetzt werden, deren finanzielles Interesse an Körpernormierungen offensichtlich ist?

Laura Meritts bahnbrechendes Buch liefert in verständlicher Sprache die Zusammenhänge des weiblichen Sexualkomplexes. Zeichnungen und Fotografien wie in “Frauenkörper neu gesehen” sind in keiner anderen Publikation zu finden. Oftmals fehlende Details werden hier aufgeführt und in positiver, verständlicher Sprache beschrieben. Neben der einzigartigen Darstellung der weiblichen Anatomie werden weitere Themen zur Stärkung des körperlichen Selbstbewusstseins besprochen und politische wie ökonomische Einflüsse auf die Normierung des Körpers erörtert. Ein Basisbuch für jeden Haushalt, Schule und Lehre wie ärztliche Praxen.

Eintrittskarten im Faust-Büro erhältlich!

Info zur Definitionsmacht-Veranstaltung morgen

Wer die Zeit vor der Diskussionsveranstaltung am morgigen Abend noch nutzen möchte, um sich in die Intentionen der Definitionsmachtvertreterinnen und die Debatten um das Konzept einzulesen: im Folgenden ein paar Links.

Angefangen mit einem Text der Bloggerin Antje Schrupp, welche in einer historischen Herleitung die Legitimation der Definitionsmacht als antisexistische Praxis aufzeigt:

http://antjeschrupp.com/2012/11/14/definitionsmacht/

Dann die Schrift „Über Definitionsmacht“ von desperados.berlin, da sich in Texten und Diskussionen häufig auf diesen gestützt wird:

http://asbb.blogsport.de/2008/03/14/ueber-definitionsmacht/

Und schließlich eine Linksammlung zu den Texten und Stellungnahmen rund um eine Vergewaltigungsveröffentlichung aus dem Jahr 1999. Da die Debatte um Sexualisierte Gewalt in der radikalen Linken in erster Linie noch immer keine permanente Auseinandersetzung ist, sondern vor allem in der Folge von veröffentlichten Vorfällen aufflammt, kann hier nachgelesen werden auf welche Art und Weise das Defma-Konzept argumentiert, angegriffen und verteidigt wird.

http://www.nadir.org/nadir/initiativ/daneben/archiv/geschlechterverhaeltnisse/aab/inhalt.html

See you tomorrow. 23.5.2013 # 19 h # Elchkeller ( Schneiderberg 50)

Sex.Gewalt.Macht.Arbeit. Eine Auseinandersetzung.

Unsere aktuelle Veranstaltungsreihe läuft seit zwei Wochen – wir haben schon drei wunderbare Veranstaltungen hinter uns und dies ist das, was noch folgt – wir freuen uns auf euch, sorry, dass es so lange gedauert hat…:

Kein Kavaliersdelikt. Eine feministische Kritik der „Definitionsmacht“. Input-Vortrag und anschließende moderierte Publikumsdiskussion mit Les Madeleines

Donnerstag, 23. Mai 2013, 19 Uhr, Elchkeller – hier geht’s zu unserer Stellungnahme zur Veranstaltung: Stellungnahme_Les_Madeleines_Veranstaltung

Von „Sexsklavinnen und Messermonstern“. Wie Medien mit sexualisierter Gewalt umgehen.
Mit Claudia Fischer (Medienpädagogin, Freie Journalistin und Film- und Buchautorin.)

Donnerstag, 28. Mai 2013, 18 Uhr, Conti-Campus, R004

Wen-Do – Selbstverteidigung und Selbstbehauptung für Frauen*
Leitung: Ira Morgan (Wen-Do Trainerin seit 1983, Theaterpädagogin)

Bitte anmelden über afk-hannover@gmx.de

Mittwoch, 29. Mai und Mittwoch, 6. Juni, jeweils 18.30 Uhr, JANUN, Goebenstr. 3a

Sexualisierte Gewalt an Migrantinnen
Vortrag mit Behshid Najafi (Pädagogin, M. A.)

Montag, 3. Juni, 18 Uhr, UJZ Korn

Und hier geht’s zum Plakat: Sex.Gewalt.Macht.Arbeit

Und zum Flyer: Sex.Gewalt.Macht.Arbeit – Flyer

let’s get electric! – in der Reihe „under de_construction“

Wir laden euch ein!
Diesen Freitag (4.5.) 19 Uhr im gemütlichen Elchkeller, Schneiderberg 50.
Organisiert von LILÜ – libertäre Lüneburg in Zusammenarbeit mit uns.

DIY-Technics für Frauen_Trans*? Das Projekt electricdress ist ein selbstorganisisertes Bildungs- und Veranstaltungskollektiv, das im bereich Veranstaltungstechnik aktiv ist um die Veranstaltungslandschaft mit allen Beteiligten zu verändern. Frauen_Trans* soll der Zugang in diesen Bereich erleichtert werden und die Selbstermächtigung gestärkt werden. Electricdress berichten über ihre Praxen und theoretischen Anknüpfungspunkte. Inwiefern spielt Feminismus/Queerfeminismus im Bereich (Musik)Technik eine Rolle? Wp gibt’s Erfolge und wie und wo geht’s nicht weiter? Und was bedeutet ein Kampf um die Selbstauflösung in diesem Kontext?

Mehr Infos: lilue.blogsport.eu

1.Mai: Arbeiter*innenkampftag

Heraus zum 1. Mai
Frauen* nach vorn im antikapitalistischen Block

Liebe Frauen*, schüttelt am Dienstag Morgen die Müdigkeit vom Tanz in den Mai ab und kommt raus auf die Straße! Für eine prominente feministische Perspektive im Arbeiter*innenkampf solidarisiert euch zahlreich mit uns in den ersten Reihen der Demo, wir freuen uns auf Euch.

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