Riot statt Rosen

Am 8. März ist Frauen*kampftag. Der Tag, an dem Gewerkschaften Rosen an Frauen* verteilen. Gekämpft wird allerhöchstens um Gleichberechtigung, gemessen an Einkommensverteilung und Karrierechancen. Ansonsten klopfen sich die bürgerlichen Parteien gegenseitig auf die Schulter – «wir» haben ja schon einiges erreicht. „Wir“ respektieren Frauen*. Sexisten sind immer die „Anderen“.

Feministisch kämpfen bedeutet für uns, sexistische und rassistsiche Herrschaftsverhältnisse anzugreifen. Wir fordern:

Riot statt Rosen

Mit verschiedenen Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen widmen wir uns einer feministischen Perspektive auf Migration und Flucht und eröffnen eine linksradikale Perspektive auf den Frauen*kampftag. Unsere Kritik, unsere Wut und unsere Utopien werden wir am 6. März in Berlin auf die Straße tragen.

Total retro? Voll von gestern!

Hannöversche Winter sind kalt und grau, irgendwie usselig. Dagegen helfen heiße Waffeln, ein Becher Glühwein, ein Kaminfeuer und lange Strümpfe. All das bietet ein Fachrat* der Uni Hannover auf seiner alljährlichen Weihnachtsfeier an. Er wirbt dafür mit einem Pinup Girl.

Nicht besonders originell, wie wir finden. Sexistische Darstellungen oder Verhaltensweisen aus der Vergangenheit werden in der Werbung häufig als Stilmittel eingesetzt. Das soll dann ironisch sein, mit einem Augenzwinkern. Schließlich können Frauen* heutzutage Bundeskanzlerin werden. Danke, emanzipiert sind wir selber, wie Kristina Schröder es formuliert hat.

Dieser Fachrat weiß, dass sein Plakat sexistisch ist und setzt darauf, dass alle anderen wissen, dass es ironischer Sexismus sein soll. Ein Kennste, kennste, kennste? in Mario Barth Manier. Das Problem ist aber, dass Sexismus Sexismus bleibt. Egal wie ironisch und mit wie viel Augenzwinkern er gemeint ist, auch Retro-Seximus macht Frauen* zu Objekten. Ein ironisch-witziger Umgang mit Sexismus normalisiert und legitimiert diesen.

Sexistische Kackscheiße.

*Der Name des Fachrates wurde auf Nachfragen desselben entfernt, nachdem das Plakat verändert wurde.

Awareness-Leitfaden für Partys

Finally…

nach einer etwas längeren Erarbeitungszeit haben wir es schließlich geschafft und es ist vollbracht,
der Awareness-Leitfaden für Partys ist fertig!

Also ihr interessierten Menschen, hier ist das .pdf: Awareness Leitfaden

Anzumerken ist auch noch, dass sich der Leitfaden hauptsächlich an universitäre Gruppen wendet, die vorhaben ein Party zu schmeißen (also Fachschaften und andere hochschulpolitische Gruppierungen). Aus diesem Kontext herraus ist auch die Idee erwachsen, soetwas zu erarbeiten. Dies soll natürlich nicht bedeuten, dass wir ihn als exklusiv dafür betrachten:)

erleichtert und in Partystimmung, euer AfK

Laura Meritt „Frauenkörper neu gesehen“ am 18.6. in der Warenannahme

EINLASS / BEGINN: 18:30 Uhr / 19:00 Uhr
EINTRITT: 5,- Euro / ermäßigt: 3,- Euro
ORT: Warenannahme

Körperbilder verändern sich im Laufe der Zeit, sind kulturell geprägt und gesellschaftlich normiert. In den 1970er-Jahren wiesen die Frauengesundheitszentren darauf hin, wie stark Frauen auch in der rein anatomischen Beschreibung als mangelhafte Wesen dargestellt wurden. In dem Buch “Frauenkörper neu gesehen” geht es darum, individuelles Körper-Selbstbewusstsein zu stärken und Wissen über Zusammenhänge zu vermitteln. Erstmals wurde eine komplette und positive Darstellung des weiblichen Körpers erstellt.

Doch diese Informationen sind nur teilweise ins Allgemeinwissen und ins medizinische Fachwissen eingegangen. Wie konnte es dazu kommen und welche feministischen Aktivitäten können greifen, um ein differenzierteres Bild von “Weiblichkeit” zu vermitteln? Wie kann man der Geschlechtervielfalt gerecht werden? Was kann der sich medial ausbreitenden Schönheitschirurgie entgegengesetzt werden, deren finanzielles Interesse an Körpernormierungen offensichtlich ist?

Laura Meritts bahnbrechendes Buch liefert in verständlicher Sprache die Zusammenhänge des weiblichen Sexualkomplexes. Zeichnungen und Fotografien wie in “Frauenkörper neu gesehen” sind in keiner anderen Publikation zu finden. Oftmals fehlende Details werden hier aufgeführt und in positiver, verständlicher Sprache beschrieben. Neben der einzigartigen Darstellung der weiblichen Anatomie werden weitere Themen zur Stärkung des körperlichen Selbstbewusstseins besprochen und politische wie ökonomische Einflüsse auf die Normierung des Körpers erörtert. Ein Basisbuch für jeden Haushalt, Schule und Lehre wie ärztliche Praxen.

Eintrittskarten im Faust-Büro erhältlich!

Info zur Definitionsmacht-Veranstaltung morgen

Wer die Zeit vor der Diskussionsveranstaltung am morgigen Abend noch nutzen möchte, um sich in die Intentionen der Definitionsmachtvertreterinnen und die Debatten um das Konzept einzulesen: im Folgenden ein paar Links.

Angefangen mit einem Text der Bloggerin Antje Schrupp, welche in einer historischen Herleitung die Legitimation der Definitionsmacht als antisexistische Praxis aufzeigt:

http://antjeschrupp.com/2012/11/14/definitionsmacht/

Dann die Schrift „Über Definitionsmacht“ von desperados.berlin, da sich in Texten und Diskussionen häufig auf diesen gestützt wird:

http://asbb.blogsport.de/2008/03/14/ueber-definitionsmacht/

Und schließlich eine Linksammlung zu den Texten und Stellungnahmen rund um eine Vergewaltigungsveröffentlichung aus dem Jahr 1999. Da die Debatte um Sexualisierte Gewalt in der radikalen Linken in erster Linie noch immer keine permanente Auseinandersetzung ist, sondern vor allem in der Folge von veröffentlichten Vorfällen aufflammt, kann hier nachgelesen werden auf welche Art und Weise das Defma-Konzept argumentiert, angegriffen und verteidigt wird.

http://www.nadir.org/nadir/initiativ/daneben/archiv/geschlechterverhaeltnisse/aab/inhalt.html

See you tomorrow. 23.5.2013 # 19 h # Elchkeller ( Schneiderberg 50)

Sex.Gewalt.Macht.Arbeit. Eine Auseinandersetzung.

Unsere aktuelle Veranstaltungsreihe läuft seit zwei Wochen – wir haben schon drei wunderbare Veranstaltungen hinter uns und dies ist das, was noch folgt – wir freuen uns auf euch, sorry, dass es so lange gedauert hat…:

Kein Kavaliersdelikt. Eine feministische Kritik der „Definitionsmacht“. Input-Vortrag und anschließende moderierte Publikumsdiskussion mit Les Madeleines

Donnerstag, 23. Mai 2013, 19 Uhr, Elchkeller – hier geht’s zu unserer Stellungnahme zur Veranstaltung: Stellungnahme_Les_Madeleines_Veranstaltung

Von „Sexsklavinnen und Messermonstern“. Wie Medien mit sexualisierter Gewalt umgehen.
Mit Claudia Fischer (Medienpädagogin, Freie Journalistin und Film- und Buchautorin.)

Donnerstag, 28. Mai 2013, 18 Uhr, Conti-Campus, R004

Wen-Do – Selbstverteidigung und Selbstbehauptung für Frauen*
Leitung: Ira Morgan (Wen-Do Trainerin seit 1983, Theaterpädagogin)

Bitte anmelden über afk-hannover@gmx.de

Mittwoch, 29. Mai und Mittwoch, 6. Juni, jeweils 18.30 Uhr, JANUN, Goebenstr. 3a

Sexualisierte Gewalt an Migrantinnen
Vortrag mit Behshid Najafi (Pädagogin, M. A.)

Montag, 3. Juni, 18 Uhr, UJZ Korn

Und hier geht’s zum Plakat: Sex.Gewalt.Macht.Arbeit

Und zum Flyer: Sex.Gewalt.Macht.Arbeit – Flyer

let’s get electric! – in der Reihe „under de_construction“

Wir laden euch ein!
Diesen Freitag (4.5.) 19 Uhr im gemütlichen Elchkeller, Schneiderberg 50.
Organisiert von LILÜ – libertäre Lüneburg in Zusammenarbeit mit uns.

DIY-Technics für Frauen_Trans*? Das Projekt electricdress ist ein selbstorganisisertes Bildungs- und Veranstaltungskollektiv, das im bereich Veranstaltungstechnik aktiv ist um die Veranstaltungslandschaft mit allen Beteiligten zu verändern. Frauen_Trans* soll der Zugang in diesen Bereich erleichtert werden und die Selbstermächtigung gestärkt werden. Electricdress berichten über ihre Praxen und theoretischen Anknüpfungspunkte. Inwiefern spielt Feminismus/Queerfeminismus im Bereich (Musik)Technik eine Rolle? Wp gibt’s Erfolge und wie und wo geht’s nicht weiter? Und was bedeutet ein Kampf um die Selbstauflösung in diesem Kontext?

Mehr Infos: lilue.blogsport.eu

1.Mai: Arbeiter*innenkampftag

Heraus zum 1. Mai
Frauen* nach vorn im antikapitalistischen Block

Liebe Frauen*, schüttelt am Dienstag Morgen die Müdigkeit vom Tanz in den Mai ab und kommt raus auf die Straße! Für eine prominente feministische Perspektive im Arbeiter*innenkampf solidarisiert euch zahlreich mit uns in den ersten Reihen der Demo, wir freuen uns auf Euch.

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Vollversammlung der Studentinnen

Dies geht an alle Studentinnen der Uni Hannover.

Einladung zur:
Vollversammlung der Studentinnen
am 25.04.2012
um 18 Uhr
im Raum V410 Schneiderberg 50.

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Wir beteiligen uns am Krisenbündnis Hannover!

In Hannover hat sich ein Bündnis aus Initiativen und Gruppen gegründet, um Widerstand gegen die nationalen und europäischen Krisenpolitiken zu organisieren.
Wir beteiligen uns an den europäischen Aktionstagen gegen den Kapitalismus am 31. März und im Mai. Im Vorfeld wollen wir im Rahmen eines Workshoptages die herrschenden Krisenpolitiken analysieren, diskutieren und den Widerstand organisieren.
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